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Taekwondo





Was ist eigentlich
Taekwondo?

Taekwondo ist ein ursprunglich koreanischer Kampfsport, bei dem Arme und Beine mittels Schlägen und Tritten zur Abwehr oder zum Angriff eingesetzt werden.

 Das Wort "Taekwondo" setzt sich aus den drei folgenden altkoreanischen Worten zusammen: 

TAE:                 FuSprung, Stoß, Laufen steht für die eingesetzten Beintechniken, die Beherrschung des Unterkörpers

KWON:             Faust, Arm, Hand und Schulter steht für die eingesetzten Hand- und Fausttechniken; die Beherrschung des Oberkörpers

 DO:                   Weg, Kunst - steht für den körperlichen und geistigen Reifeprozess

 Tae und Kwon beziehen sich auf den körperlichen Zustand. Zusammen bezeichnen sie den gesamten menschlichen Körper. Do bezieht sich auf einen geistigen,

 metaphysischen Zustand und deren Entwicklung.

 Die beiden wichtigsten Disziplinen des Taekwondo sind Wettkampf und Formenlauf.

 In der DTU der Deutschen Taekwondo Union, welche als einziger Verband gegen?ber dem Deutschen Sport Bund anerkannt ist, wird

 Vollkontakt Wettkampf nach den WTF (World Taekwondo Federation)- Regeln betrieben. Der Vollkontakt-Wettkampf ist eine Olympische Disziplin,

 die schnell, technisch und taktisch anspruchsvoll, sowie sehr spannend ist.

 Formenlauf ist für jeden Taekwondo Sportler Pflicht, der Gürtelprüfungen ablegen möchte. Für jede Prüfung muss eine neue Form ( Poomse ) erlernt werden.

 Die Formen sind eine feste Abfolge von Angriffs- und Verteidigungstechniken, die gegen einen imaginiren Gegner ausgeführt werden. Formenlauf ist auch

 Wettkampfdisziplin und wird auf Turnieren betrieben. Bewertet werden dann z.B. die Exaktheit der Ausführung, der Ausdruck und die Dynamik der Bewegungen.

 Daneben gibt es drei weitere Sparten:

 In der Grundschule wird trainiert, die Basistechniken korrekt und effektiv auszuführen. Beim Bruchtest wird die Durchschlagkraft der erlernten Techniken erprobt.

 Bei der Selbstverteidigung übt man Methoden, sich gegen konkrete Angriffe zur Wehr zu setzen.

Geschichte des Taekwondo:

 Die Gründung des koreanischen Staates Choson geht auf den legenderen Gründer Tangun, um ca. 2300 v.Chr. zurück. Nach Ihm ist aus diesem Grund ene Form benannt, der zweite Hyong Tangun - Hyong. Der erste    historisch fassbare Herrscher ist jedoch König Kija, der um 1100 v.Chr. die Kija - Dynastie begründete. Sie hatte bis 194 v.Chr. bestand und wurde im Süden von den Drei Han Reichen (Sam-Han) abgelöst, während der    Norden als eine Art Gouvernement in chinesische Abhängigkeit geriet. Im 1. Jahrhundert v.Chr. setzte dann mit der Gründung der drei Königreiche Silla, Paekche und Koguryo und mit der übernahme der chinesischen Zeichenschrift auch die schriftliche Überlieferung Koreas ein.
Unter Silla kam durch die Vereinigung der drei Königreiche 668 n.Chr. ein koreanischer Einheitsstaat zustande, der im 8. und 9. Jahrhundert, unter starken buddhistischen Einfluss aus China, kultureller Blüte erreichte.     Unter General Wang Gon begann 935n.Chr. die Koryo - Dynastie, die dem Land auch den Namen gab (auch nach dieser Dynastie ist eine Form benannt). Es folgte 1392 - 1910 die von General Yi Sunggye begründete Dynastie Yi. Unter dieser Dynastie erlebte Korea im 15. Jahrhundert eine zweite kulturelle Blüte. U.a. wurde die koreanische Buchstabenschrift (Hangul) eingeführt.
Aussenpolitisch war Korea immer von einer gewissen Schwäche gekennzeichnet. Die Ursachen hierfür lagen mit in der geographischen Lage zwischen China und Japan begründet. Immer wieder sah sich das Land  diverser Invasionen ausgesetzt. So kam es im 13. Jahrhundert zu einer mongolischen Invasion und Ende des 16 Jahrhunderts folgten japanische Eroberungsversuche. 1637 musste dann der koreanische K?nig die  Oberherrschaft des chinesischen Kaisers anerkennen. Es folgte eine über 200-jährige Abschliesung des Landes Fremden gegenüber, die erst 1837 aufgegeben wurde.
Nach dem chinesisch - japanischen Krieg Ende des 19. Jahrhunderts, kämpften im russisch - japanischen Krieg Anfang des 20. Jahrhunderts Russland und Japan um die Vorherrschaft in Korea. Aus diesem Krieg ging  Japan als Sieger hervor und annektierte 1910 Korea als Generalgouvernement. Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg, teilten die UdSSR und die USA das Land 1945 entlang des 38. Breitengrades in eine   sowjetische und eine amerikanischen Zone auf.
Die Verwirklichung alliierten Vereinbarungen über die Durchführung demokratischer Wahlen in ganz Korea scheiterte am Widerstand der UdSSR. Als Folge wurde im September 1948 im Norden die Volksdemokratische Republik Korea gegründet, der Süden gab sich bereits ein viertel Jahr früher eine Verfassung. Mit dem Einmarsch nordkoreanischer Truppen in Südkorea am 25.06.1950 begann der Koreakrieg, der 1953 mit dem Waffenstillstand von Panmunjom sein milit?risches Ende fand. Eine politische L?sung kam hingegen bis heute nicht zustande. Seither sind Nord- und S?dkorea hermetisch voneinander getrennt. Erst 1990 kam es zu ersten Kontakten auf Regierungsebene, der 1991 die Unterzeichnung des "Vertrages ?ber Vers?hnung, Nichtangriff, Austausch und Zusammenarbeit" folgte. Leider haben sich die Spannungen seit 1995 wieder verst?rkt.

S?dkorea
Im Ergebnis der Niederlage der Besatzungsmacht Japan nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 und der daraus folgenden Aufteilung Koreas in eine sowjetische Zone im Norden und eine US- amerikanische Zone im S?den entstand 1948 aus der amerikanischen Zone S?dkorea. Allerdings herrschte schon seit 1945 ein autoritires Pr?sidialregime unter Syngman Rhee. Dieses wurde durch Studentenunruhen 1960 gest?rzt und es folgte ein parlamentarisches Regierungssystem. Diese Periode der Demokratie dauerte jedoch nur zehn Monate. Durch einen Milit?rputsch des General Park Chung Hee kam dieser an die Macht. Park lie? sich durch kontrollierte Wahlen im Pr?sidentenamt best?tigen und f?hrte das Land in diktatorischer Stellung bis er 1979 einem Attentat seines eigenen Geheimdienstchefs zum Opfer fiel. Die darauf folgende Verh?ngung des Kriegsrechts f?hrte erneut zu heftigen Studentenunruhen, die jedoch brutal niedergeschlagen wurden. Erst 1987 wurden regul?re Wahlen durchgef?hrt aus der Roh Tae Woo als Sieger hervorging. Er leitete ein Liberalisierung des Landes ein. Die Pr?sidentschaftswahlen 1992 entschied Kim Young Sam f?r? sich, der nach seinem Amtsantritt die juristische Aufarbeitung des Attentats von 1979 und die brutale Niederschlagung der folgenden Studentenunruhen veranlasste.
1997 geriet das Land in schwere wirtschaftliche Turbulenzen. Die Wahlen im selben Jahr entschied Kim Dae Jung f?r sich. Er war der erste Pr?sident S?dkoreas der sich mit der Staatsf?hrung Nordkoreas (Kim Jong Il) zu einem Gipfeltreffen traf. 1999 erholte sich das Land von der Wirtschaftskrise und gilt seither als einer des Tigerstattens Asiens.
Alles in allem kann man wohl sagen, dass S?dkorea bis 1987 von zwei autorit?ren und durch das Milit?r gest?tzten Regimen bestimmt war. Die parlamentarischen M?glichkeiten der jeweiligen Opposition waren zwar durch das undemokratische Wahlrecht beschr?nkt, aber im Rahmen der M?glichkeiten setzte sie sich durchaus erfolgreich gegen den alleinigen Herrschaftsanspruch des jeweiligen Pr?sidenten durch.
Und sp?testens seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul ist S?dkorea auch kein "fernes Land" mehr. S?dkorea ist der Welt mittlerweile als ein wirtschaftlich dynamisches Land mit einer von Organisationstalent und Fleis gepr?gten Bev?lkerung bekannt.
Landesnatur
S?dkorea nimmt mit seiner Fl?che von 99.268 km2; den s?dlichen Teil der etwa 1.000 km langen koreanischen Halbinsel ein. Im Osten fallen die Taebaek- Gebirgsz?ge steil in das japanische Meer ab. Die S?d- und die Westk?ste sind sehr stark zerkl?ftet. Die Koreaner bezeichnen ihr Land auf Grund der zahllosen Fl?sse und Berge auch stolz als das "Land, das mit goldener Stickerei geschm?ckt ist". Insgesamt ist S?dkorea etwas weniger gebirgig als Nordkorea, dennoch sind ca. 60 % des Landes Gebirgsfl?che. Das schr?nkt die M?glichkeiten zur landwirtschaftlichen Nutzung stark ein. Nur gut 25 % des Landes besteht aus Agrarfl?che.
Klimatisch betrachtet ist S?dkorea klassisch von vier Jahreszeiten gepr?gt. W?hrend die Sommer, fast subtropisch, warm und eher feucht sind, sind die Winter kalt und trocken. Nach Norden hinnehmen allerdings die Temperaturunterschiede besonders im Winter zu. So sind die Winter im S?den der Halbinsel Korea wesentlich w?rmer als im Norden. Als die sch?nste Jahreszeit gilt mit tiefblauem Himmel, frischer Luft und der Goldschattierungen der Laubw?lder der Herbst.

Nach der Staatsgr?ndung 1948, entwickelte sich Nordkorea zun?chst eng angelehnt an die Sowjetunion. Im sowjetischen - chinesischen Konflikt allerdings, wechselte Nordkorea des ?fteren die Seiten, bis es dann letztlich Mitte der 60-er Jahre eine neutrale Position bezog. Diese Position hielt sich bis heute. Nordkorea propagiert seither als oberstes Prinzip die v?llige Unabh?ngigkeit von allem - ideologisch, wirtschaftlich, milit?risch und politisch.

Staatsf?hrer war seit 1945 bis zu seinem Tode 1994 Kim Il Sung, der um sich und seine Familie, insbesondere hier um seinen Sohn Kim Jong Il, einen wohl in der Welt einmaligen geradezu religi?sen Kult betrieb. Dieser Kult um die Familie h?lt bis heute an. Nach dem Tod Kim Il Sung 1994 erfolgte die Macht?bergabe an seinen Sohn Kim Jong Il, das allerdings offiziell erst 1997. Als Folge der systematischen politischen und wirtschaftlichen Abschottung des Landes, leidet das Land seit Ende der 90-er Jahre an einer schweren Versorgungskrise.