Willkommen zurück!

Atem Techniken



Atemtechnik:

Ein wichtiger Bestandteil jeder Kampfkunst ist die Atemtechnik. Eine gute Atemtechnik sollte einerseits Kraft und Energie verleihen, andererseits aber einem potentiellen Gegner verraten, wann man angreifbar oder  verletzlich ist.

Atmung in den Kampfk?nsten ist immer Zwerchfell Atmung, d.h. die Atmung wird vom Bauch-Raum aus initiiert, im Gegensatz zur h?ufig bei Unge?bten anzufindenden und zu flachen Brust-Atmung. Die Ein-Atmung erfolgt durch die Nase, die Aus-Atmung durch den Mund. Durch Anheben der Bauchdecke wird das Zwerchfell nach unten gezogen, und somit die Ein-Atmung ausgel?st, der Brustkorb hebt sich ebenfalls etwas um die Atmung zu unterst?tzen. Die Aus-Atmung erfolgt entsprechend umgekehrt.

H?ufig ist in verschiedenen Kampfk?nsten eine laut h?rbare Atmung anzufinden. Diese ist eine gute Methode um am Anfang den Sch?lern die Atmung bewusst zu machen und den richtigen Atem-Rythmus zu lehren. Fortgeschrittene sollten diese laute Atmung jedoch nur beim expliziten Anfang verwenden. Im Kampf ist dies eher kontaktproduktiv, da sich ein Gegner anhand der deutlich h?rbaren Atmung einen g?nstigen Zeitpunkt zum Angriff heraussuchen kann. So ist w?hrend die Ein-Atmung kaum eine schnelle Reaktion m?glich, sowie die Wirkung eines Treffers deutlich h?her. Aus diesem Grund sollte die Atmung w?hrend eines Kampfes m?glichst verdeckt aber trotzdem korrekt und kr?ftig erfolgen.

Eine besonders kr?ftige Atemtechnik ist der Kampf-Schrei (koreanisch Kihap). Beim Kampf-Schrei ist es besonders wichtig, dass dieser aus dem Bauch-Raum kommt. Insbesondere Frauen (aber nicht nur :-)) neigen h?ufig dazu einen Schrei aus den Stimmb?ndern erfolgen zu lassen. Dies ist auf die Dauer bei h?ufigem Kihap ung?nstig f?r die Stimmb?nder, und vor allem kaum wirkungsvoll. Ein gut ausgef?hrter Kihap kann folgende Wirkungen haben:

?  Besiegen der eigenen Angst

?  Verst?rkung der eigenen Technik

?  Erschrecken eines potentiellen Gegners

?  Selbst weniger verletzlich

W?hrend der Aus-Atmung, also auch und besonders bei einem Kihap, ist durch die Anspannung der Muskulatur die Wirkung eines Treffers, den man erh?lt, weniger sta?? als umgekehrt bei der Ein-Atmung. Gleiches gilt nat?rlich auch f?r die Fall-Schule, d.h. durch einen Kihap kann man bei einem Sturz eine zus?tzliche Schutz-Wirkung erzielen. Nat?rlich kann ein Kihapkeine Knochenbr?che beim Sturz verhindern, verhindert aber zu- mindestens sozusagen das Wegbleiben der Luft.